Eine traumhafte Lampe hast du gefunden  – genau die soll dein Zimmer erhellen. Nur würdest du gerne vorher wissen, wie sie wirkt, wenn du sie installiert hast. Spendet sie genug Licht, um dein Zimmer zu erhellen? Wirkt ihr Licht warm oder doch eher kühl? Und wenn kein Leuchtmittel dabei ist, welches brauche ich eigentlich? Um das zu wissen, musst du nur auf ein paar Kennzahlen achten. Im Folgenden geben wir dir einen kleinen Überblick:

Leistung in Watt (W)

Wir sind alle noch mit den guten alten Glühbirnen groß geworden und haben das System verinnerlicht:
Das Licht einer 100 Watt-Birne macht den ganzen Raum taghell, 40 Watt-Birnen sind gut für mehrteilige Lampen wie Kronleuchter, und 25 Watt eignen sich für schwache Funzeln wie Nachttisch- oder Leseleuchten. Nun ist die Glühfaden-Glasbirne jedoch nicht mehr erhältlich.
Als Nachfolger haben sich Energiesparlampen, Halogenleuchten und LED´s etabliert – aber wüsstest du spontan, wie hell eine LED-Lampe mit 8 Watt Leistung brennt? Das Problem an dieser Maßeinheit ist, dass sie nur eine Angabe für die Leistungsaufnahme darstellt. Du erfährst also, wie viel du an Strom hineinsteckst, jedoch nicht, wie hoch die Lichtausbeute ist. Um das mal aufzulösen: Eine 8-Watt-LED-Lampe produziert dieselbe Helligkeit wie seinerzeit eine 60 Watt-Glühbirne.

Energieeffizienzklasse

Du siehst an dem Beispiel, dass LED-Leuchtmittel wesentlich weniger Strom verbrauchen, und das spart Geld und schont die Umwelt. Eine Einschätzung dieser Sparsamkeit kannst du leicht der Energieeffizienzklasse entnehmen, welche ursprünglich von A (sparsam) bis G (ziemlich verbrauchsintensiv) konzipiert wurde. Da die Technik jedoch immer weiter fortschreitet und immer sparsamere Geräte auf den Markt kommen, wurden mit dem neuen Energielabel die Plus-Klassen (A+, A++ und A+++) eingeführt, zudem entfielen die Klassen F und G.

War es eine Lampe mit verbauten LEDs, die du ins Auge gefasst hast, weißt also, dass sie deine Stromrechnung schonen wird. Du würdest allerdings gerne wissen, ob sie dein Zimmer hell genug erleuchtet. Deswegen bietet sich eine andere Maßeinheit eher zu betrachten an:

Strom für dein Licht in Lumen (lm)

Komplizierte physikalische Definitionen beiseite, der sogenannte Lichtstrom ist das Maß für die Helligkeit. Diese Tabelle gibt dir einen Überblick, wie viel Licht in Lumen eine herkömmliche Glühbirne erzeugt, und wie viel Watt energiesparendere Leuchtmittel für dieselbe Helligkeit benötigen:

Glühbirne Lichtstrom in Lumen Halogenlampe Energiesparlampe LED
25 W 220 20 W ca. 5 W 3-4 W
40 W 450 bis ca. 29 W bis ca. 11 W 5-6 W
60 W 800 bis ca. 43 W bis ca. 15 W 7-8 W
75 W 1100 bis ca. 53 W bis ca. 23 W 9-11 W
100 W 1600 bis ca. 72 W bis ca. 26 W 13-15 W

Licht und Farbtemperatur in Kelvin (K)

Hier ist nicht etwa die Wärmeentwicklung der angeschalteten Lampe gemeint, die Farbtemperatur bezieht sich darauf, ob die Farbe des Lichts auf uns warm oder kalt wirkt. Auch diese Angabe ist erst mit der Erfindung alternativer Leuchtmittel nötig geworden, gerade bei LED, die viele Lichtfarben abstrahlen können. Das ist durchaus von Bedeutung für die gesamte Atmosphäre eines Raumes und dafür, wie du dich fühlst. Schließlich beeinflusst auch das Tageslicht über wechselnde Farbtemperaturen unsren Biorhythmus.

Je höher die Kelvin-Zahl, desto bläulicher (“kälter”), je niedriger, desto rötlicher (“wärmer”) wirkt die Beleuchtung. Leuchtmittel werden in drei Klassen eingeteilt:

Tageslichtweiß:

So bezeichnet man Lichttemperaturen von über 5300 Kelvin. Das Sonnenlicht hat zur Mittagszeit sogar 8000 Kelvin. Für unseren Biorhythmus bedeutet das: sich regen. Nehmen deine Augen diese Strahlung auf, signalisiert das dem Gehirn, dass es Tag ist und es schaltet den Körper auf Aktivität. Fabrikbeleuchtungen und manche Schreibtischlampen machen sich diesen Effekt zunutze, da wir uns in diesem Licht besser konzentrieren können und weniger ermüden. Auf diese bläuliche Strahlung ist es mutmaßlich auch zurückzuführen, dass wir nachts vor dem Laptopbildschirm wesentlich länger wach bleiben können als beim Bücherlesen.

Neutralweiß:

Lichtfarben zwischen 3300 und 5300 Kelvin sind ideal für „neutrale“ oder „sachliche“ Beleuchtungen. Das entspricht der Farbtemperatur der Vormittags- oder Nachmittagssonne. Halogenleuchten strahlen oftmals in diesem Bereich. Gut eingesetzt sind neutralweiße Lichtquellen etwa im Bad, besonders am Schminkspiegel, in Ateliers oder in der Küche.

Warmweiß:

Je später der Tag, desto mehr Rotanteil bekommt das Sonnenlicht. Für den Körper kündigt sich so die Nacht an. Nun ist es Zeit, zur Ruhe zu kommen. Warmweißes Licht mit Temperaturen unterhalb 3000 Kelvin wirkt gemütlich und ist somit ideal fürs Wohnzimmer und das Schlafzimmer. Die traditionelle Glühbirne brennt bei einer Farbtemperatur von 2700, eine Kerzenflamme bei 1500 Kelvin. Schummeriges Licht in warmen Farben empfinden wir als angenehm.

Die Fassung

Wird deine bevorzugte Lampe ohne Leuchtmittel geliefert, so kannst du dir dieses gleich mitbestellen. Mit dem Wegfallen der Edison-Glühbirne musst du dir beim Lampenkauf keine Gedanken mehr über die maximal zulässigen Wattzahlen machen, da sich auch das Problem der Hitzeentwicklung erledigt hat, sondern nur die richtige Fassung und die gewünschte Lichtmenge beachten.

Die gebräuchlichsten Sockel für Steh-, Decken- und Pendelleuchten sind nach wie vor die mit Schraubgewinde, E14 und E27 (das E steht übrigens für Edison). Wir verbauen in unseren Lampen sehr häufig die G9 LED Fassung. Diese kann direkt, ohne zusätzlichen Trafo angeschlossen oder an der Steckdose angesteckt werden.Bei Deckenstrahlern, die meist Halogen-Leuchtmittel verwenden, gibt es mehrere gebräuchliche Formate, hier solltest du noch einmal doppelt checken, bevor du einen Ersatz kaufst oder bestellst. Da die leuchtenden Dioden extrem langlebig sind, wirst du dich auch nie darum kümmern müssen, durchgebrannte Birnen zu ersetzen.